Was Mexicano anders macht
Mexicano funktioniert wie Americano — mit einem entscheidenden Unterschied: Die Paarungen werden nicht vorab festgelegt, sondern nach jeder Runde neu berechnet. Grundlage ist der aktuelle Tabellenstand.
Nach der ersten Runde steht eine vorläufige Rangliste. Für die zweite Runde werden die Spieler danach sortiert: Der Führende spielt mit dem Vierten gegen den Zweiten und Dritten. Die nächsten vier bilden die zweite Partie, und so weiter.
Wann Mexicano die bessere Wahl ist
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Alle etwa gleich stark | Americano — einfacher, gleiches Ergebnis |
| Große Niveauunterschiede | Mexicano |
| Anfänger und Fortgeschrittene gemischt | Mexicano |
| Feste Paare gewünscht | Team Americano |
| Es soll ein klarer Sieger her | K.-o.-Turnier |
Der Ablauf Runde für Runde
- Runde 1 wird zufällig oder nach Einschätzung gesetzt — es gibt noch keine Tabelle
- Ergebnisse werden eingetragen, die Rangliste aktualisiert sich
- Runde 2 wird aus dem Stand berechnet: Platz 1 und 4 gegen Platz 2 und 3, danach Platz 5 bis 8, und so fort
- Das wiederholt sich, bis der Abend zu Ende ist
Weil jede Runde vom Ergebnis der vorherigen abhängt, lässt sich ein Mexicano nicht im Voraus ausdrucken. Der Plan entsteht während des Spielens — das ist der Preis für die bessere Durchmischung.
Wie viele Partien gleichzeitig?
| Spieler | Partien je Runde | Pausierende |
|---|---|---|
| 4 | 1 | 0 |
| 6 | 1 | 2 |
| 8 | 2 | 0 |
| 10 | 2 | 2 |
| 12 | 3 | 0 |
| 16 | 4 | 0 |
Spielerzahlen, die durch vier teilbar sind, funktionieren am saubersten — dann pausiert niemand. Bei sechs oder zehn Personen setzen jede Runde zwei aus; der Turnierplaner verteilt diese Pausen gleichmäßig.
Ein Durchgang, konkret durchgerechnet
Acht Personen, ein Court, Spiel auf 21 Punkte. So entsteht die zweite Runde aus der ersten:
Nach Runde 1 steht diese Tabelle:
| Platz | Name | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | Lena | 21 |
| 2 | Ben | 21 |
| 3 | Mia | 18 |
| 4 | Noah | 18 |
| 5 | Ava | 14 |
| 6 | Tom | 14 |
| 7 | Jan | 9 |
| 8 | Kim | 9 |
Runde 2 wird daraus gebildet. Die ersten vier spielen gegeneinander, die zweiten vier ebenso — jeweils nach dem Muster Erster und Vierter gegen Zweiter und Dritter:
- Partie 1: Lena und Noah gegen Ben und Mia
- Partie 2: Ava und Kim gegen Tom und Jan
Der Führende bekommt also den schwächsten der Spitzengruppe als Partner — das gleicht innerhalb der Gruppe aus. Gleichzeitig treffen die Plätze 1 bis 4 nur aufeinander, ebenso die Plätze 5 bis 8. Über mehrere Runden führt das dazu, dass sich zwei bis vier Leistungsgruppen herausbilden, in denen die Partien deutlich enger werden.
Die Schwäche des Formats
Zwei Punkte, die man kennen sollte:
- Die erste Runde entscheidet mit. Wer zufällig gegen die stärkste Paarung startet, verliert deutlich und landet erst einmal unten. Das gleicht sich über viele Runden aus, bei nur vier oder fünf Runden aber nicht mehr.
- Man spielt weniger unterschiedliche Partner. Wer konstant vorne liegt, trifft immer wieder auf dieselben Leute. Für einen geselligen Abend, bei dem sich alle einmal begegnen sollen, ist Americano besser geeignet.
Häufige Fragen
- Kann man mitten im Turnier von Americano auf Mexicano wechseln?
- Nicht sinnvoll. Die Formate zählen zwar gleich, aber die bereits gespielten Paarungen passen nicht zur Mexicano-Logik. Besser ist ein neuer Durchgang.
- Wie viele Runden sind sinnvoll?
- Mindestens sechs, damit sich die Tabelle einpendeln kann. Bei weniger Runden wirkt sich eine unglückliche erste Runde zu stark aus.
- Sieht man während des Spiels schon die Tabelle?
- Ja. Nach jeder eingetragenen Partie aktualisiert sich die Rangliste sofort — sie ist gleichzeitig die Grundlage für die nächste Runde.
- Funktioniert Mexicano mit ungerader Spielerzahl?
- Ja, dann pausieren jede Runde entsprechend viele Personen. Wichtig ist nur, dass die Pausen gleichmäßig verteilt werden.
- Geht Mexicano auch zu viert?
- Starten kann man ab vier Spielern — richtig zur Geltung kommt die Paarungslogik aber erst ab acht, weil sich dann zwei oder mehr Leistungsgruppen bilden, die enger gegeneinander spielen. Zu viert oder zu sechst ist Americano die bessere Wahl: Dort spielt jeder mit jedem, ohne dass sich die Paarungen an der Tabelle festbeißen.