Einmal verlieren und der Abend ist vorbei

Das K.-o.-Turnier ist das Format mit der klarsten Antwort auf die Frage „Wer hat gewonnen?" — und mit dem größten Nachteil: Wer die erste Partie verliert, ist raus.

Feste Paare treten in einem Turnierbaum an. Die Gewinner rücken eine Stufe weiter, die Verlierer scheiden aus. Das geht so lange, bis nur noch ein Team übrig ist.

Für einen geselligen Padelabend ist das selten die richtige Wahl. Die Hälfte der Leute hat nach der ersten Runde nichts mehr zu tun. Als Abschluss eines Americano-Abends dagegen funktioniert es gut: erst zwei Stunden alle gegen alle, dann ein kurzes Finalturnier der besten vier Teams.

Der Turnierbaum

Vier Teams, ein FinaleAus A gegen B und C gegen D rücken die beiden Sieger ins Finale. Die Buchstaben stehen hier für feste Teams.ABCDA / BC / DFinale
Vier Teams, ein FinaleAus A gegen B und C gegen D rücken die beiden Sieger ins Finale. Die Buchstaben stehen hier für feste Teams.
SpielerTeamsStufenBeginnt mit
421Finale
842Halbfinale
1263Viertelfinale (mit Freilosen)
1683Viertelfinale

Steht nur ein Court zur Verfügung, werden die Partien einer Stufe nacheinander gespielt. Der Turnierplaner verteilt sie dann auf mehrere Programme — im Viertelfinale mit acht Teams also auf vier aufeinanderfolgende Durchgänge.

Freilose

Ein sauberer Turnierbaum braucht eine Teamzahl, die eine Zweierpotenz ist: 2, 4, 8 oder 16. Bei sechs Teams passt das nicht — zwei Teams bekommen dann ein Freilos und steigen erst in der zweiten Stufe ein.

Das ist ein spürbarer Vorteil. Üblich ist, die Freilose an die stärksten Teams oder per Los zu vergeben. Wer es ganz fair will, nimmt eine Teamzahl ohne Freilose.

Die Kombination, die am besten funktioniert

In der Praxis bewährt sich diese Reihenfolge:

So bekommt jeder genug Spielzeit, und der Abend hat trotzdem einen echten Höhepunkt statt einer Tabelle.

Die Setzliste — und warum sie zählt

Wer im Turnierbaum wo steht, entscheidet oft mehr über den Ausgang als die Spielstärke. Werden die beiden besten Teams gleich im Viertelfinale gegeneinander gesetzt, scheidet eines davon sofort aus.

Deshalb wird gesetzt: Die stärksten Teams werden so verteilt, dass sie möglichst spät aufeinandertreffen. Bei acht Teams sieht das so aus:

ViertelfinalePaarung
Partie 1Team 1 gegen Team 8
Partie 2Team 4 gegen Team 5
Partie 3Team 3 gegen Team 6
Partie 4Team 2 gegen Team 7

Team 1 und Team 2 können sich damit frühestens im Finale begegnen. Woher die Reihenfolge kommt, bleibt der Gruppe überlassen — aus einem vorher gespielten Americano, aus der Vereinsrangliste oder aus der Einschätzung des Organisators.

Wie lange dauert ein K.-o.-Turnier?

TeamsPartien gesamt1 Court2 Courts
43ca. 40 Min.ca. 25 Min.
87ca. 1 Std. 30ca. 50 Min.
1615ca. 3 Std.ca. 1 Std. 40

Gerechnet mit zwölf Minuten je Partie. Ein K.-o.-Turnier ist damit deutlich kürzer als Team Americano mit derselben Teamzahl — bei acht Teams sieben Partien statt 28. Der Preis dafür: Nach der ersten Runde spielt nur noch die Hälfte.

Punktezählung im K.-o.

Anders als bei den Punkteformaten zählt hier nur, wer die Partie gewinnt. Üblich sind kurze Sätze bis 6 oder 9 Punkte, im Finale auch länger. Die genaue Punktzahl wird im Turnierplaner eingetragen und bestimmt, wer weiterkommt.

Spielplan in einer Minute Namen eintragen, Format wählen, fertig. Kostenlos, ohne Konto, funktioniert auch ohne Empfang. Zum Turnierplaner →

Häufige Fragen

Was passiert mit den ausgeschiedenen Teams?
Nichts — das ist die Schwäche des Formats. Wer einen ganzen Abend füllen will, spielt davor Americano oder setzt eine Trostrunde an.
Geht K.-o. mit ungerader Spielerzahl?
Nein. Das Format braucht feste Paare, also eine gerade Spielerzahl. Bei ungerader Zahl ist Americano die Alternative.
Wie werden die Paarungen der ersten Runde festgelegt?
Per Los oder nach Setzliste. Wer vorher ein Americano gespielt hat, kann die Rangliste als Setzliste nehmen — dann treffen die stärksten Teams erst spät aufeinander.
Gibt es ein Spiel um Platz 3?
Optional. Es kostet eine zusätzliche Partie, gibt aber den beiden Halbfinal-Verlierern noch einen Auftritt.
Mit wie vielen Spielern startet man ein K.-o.-Turnier?
Ideal sind acht oder sechzehn Spieler — vier beziehungsweise acht Teams ergeben einen Turnierbaum ohne Freilose. Zu viert wird das K.-o.-Turnier zum direkten Endspiel: ein Match, ein Sieger. Nötig ist in jedem Fall eine gerade Spielerzahl, damit feste Teams entstehen.